MGV 1921
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1924 - 1945

 

Im Saale des „Kriegerheimes“ im Rumbachtal findet 1926 ein Konzertabend statt, bei dem die Gäste voll auf ihre Kosten kommen. „Man darf dem verhältnismäßig noch jungen Chor das Zeugnis nicht versagen, daß er die natürlichen Voraussetzungen für eine gesunde Weiterentwicklung in sich trägt“. (Zitat: Pressemitteilung)

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1927 treffen die 21-er in Andernach  die befreundeten Chöre „Apollo Siegen“ und „Liederkranz Andernach“. Beim großen Vokalkonzert auf dem Schützenhof wird „tief in den Born des deutschen Volksliedschatzes“ gegriffen. Übrigens schließt sich der Kreis, als die 21-er im Jahr 2009 die Andernacher Sänger erneut besuchen.

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Auf dem Frühjahrskonzert 1928 wartet der Chor mit einem völlig neuen Programm auf. So erklingt u.a. das Lied „Wenn alle Brünnlein fließen“. „Den Verein darf man zu seinen sehr guten Fortschritten beglückwünschen“. (Zitat: Pressemitteilung)

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„Mit Rücksicht auf die immer stärker werdende Zahl erwerbsloser Sangesbrüder wurde beschlossen, denselben während der Probe 0,50 Mark aus der Vereinskasse zukommen zu lassen“. (Zitat: Jahreshauptversammlung vom 07. Februar 1929)

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Die 21-er begehen 1931 ihr 10-jähriges Stiftungsfest. „Zur Auffrischung der Vereinskasse wurde am 13.12. eine größere Verlosung veranstaltet, welche dazu beitragen hat, den Vereinskindern trotz der schlechten Verhältnisse eine kleine Weihnachtsfreude bereiten zu können.“ (Zitat: Jahresbericht 1931)

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Am 7. August 1932 nimmt der Chor mit 59 Sängern an einem Wettstreit in Kettwig teil, wo sie für das Chorwerk „Maienwind“ den 2. Ehrenpreis, für das Lied „Rheinwein“ den 2. Klassepreis und für „Rosa bella Fridolin“ den 1. Hauptehrenpreis erhalten.

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„Um Unannehmlichkeiten mit dem Tonsetzerverband aus dem Wege zu gehen, beschloss  der Verein, dem deutschen Chorverband beizutreten.“ (Zitat: Jahreshauptversammlung vom 28. Januar 1933)

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Durch eine Verfügung der damaligen Reichsmusikkammer wird dem altbewährten Dirigenten Fritz Hubert untersagt, seine Chorleitertätigkeit bei den 21-ern fortzuführen. Mit seiner Hilfe gelingt es jedoch dem Vorstand, den Organisten Clemens Niermann als Nachfolger zu gewinnen. Im gleichen Jahr 1934 beschließt der Verein, „daß nicht mehr der ganze Vorstand, sondern lediglich der Vereinsführer gewählt wird, der dann seine Mitarbeiter bestimmen kann“. (Zitat: Jahreshauptversammlung vom 04.02.1934)

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Am 15. Januar 1935 geht dem Verein die Aufnahmebestätigung im „Deutschen Sängerbund“ zu.


„Der Familienausflug ist wie in den Jahren zuvor ein besonderes Ereignis für die Vereinskinder. Brezelschlagen, Eierlaufen und andere Spiele brachten Anregung und Eifer in die große Kinderschar. Damenkegeln und Preisschießen für die Herren brachten Laune und Humor auf. Den Abschluß bildete ein Fackelzug vom Einighammer zum Vereinslokal.“ (Zitat: Jahresbericht 1935)

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Auf einer außerordentlichen Versammlung beschließt der Vorstand 1938, künftig im Lokal des Vereinsmitglieds Heinrich Ternieden zu proben.

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„Die Ziele, die sich unser Verein vorgenommen hatte, konnten durch den Krieg leider nicht erfüllt werden. Allein neun unserer aktiven Sänger sind fern der Heimat und tragen den grauen Rock. Unser aller Wunsch ist es, daß sie recht bald gesund zurückkehren“. (Zitat: Jahresbericht 1939)

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Unter den Schrecken des 2. Weltkrieges leidet auch der MGV 1921. Viele Sänger kehren nicht aus dem Krieg zurück. Trotzdem versucht in den Kriegsjahren ein kleiner Kreis der 21-er, unter der Chorleitung des Dirigenten Heinrich Ternieden zusammen mit Sängern des MGV Eintracht Menden ein wenig Licht in den düsteren Kriegsalltag hineinzutragen.

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Im Jahre 1943 nimmt der MGV 1921  mit anderen Mülheimer Chören an einem  Gemeinschaftssingen in der Stadthalle teil. „Leider war dies das letzte Konzert, das man dort abhalten konnte, denn in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni fiel diese schöne Kulturstätte einem Flugzeugangriff zum Opfer.“ (Zitat: Jahresbericht 1943/1944)

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Im September 1945 gedenkt man auf einer außerordentlichen Versammlung der gefallenen Soldaten. Da der erste Vorsitzende und der Schriftführer noch in den letzten Kriegstagen zur Wehrmacht einberufen wurden und bisher nicht zurückgekehrt sind, ist eine Neuwahl erforderlich. Neuer Vorsitzender wird Ernst aus dem Bruch, Kassierer wird Willi Berden und zum Schriftführer wird Karl Hasselbach gewählt. Dem Vorsitzenden gelingt es, von der Militärregierung eine Sondergenehmigung für die Probenarbeit zu bekommen.

 

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